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Kreativ im Social Web: 5 Foto-Video-Tools im Test

Foto-Video-Tools im Test

Foto-Video-Tools im Test

Dem Bewegtbild gehört die Zukunft. Für 80 Prozent der Menschen ist der bevorzugte Aufnahmekanal der visuelle. Aber wie kann man als Social Media Manager schnell und professionell einzigartige Clips produzieren? Unser Tipp: Mit den Foto-Video-Tools Ripl, Storyo und GoPro Quik geht es ganz einfach.

Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, denn zur persönlichen Gestaltung kann man aus einer großen Sammlung von Layouts und Soundtracks wählen. Wir haben die Apps getestet. Hier sind die Ergebnisse.

Storyo: Aufnehmen, gestalten und teilen

Storyo verspricht „Fotos in Geschichten umzuwandeln“. Um sich das Tool herunterzuladen, benötigt man Android oder mindestens iOS 8.0. Ohne Registrierung kann der Nutzer sofort beginnen seinen Clip zu erstellen und sucht sich hierfür einige Fotos aus. Die App erkennt die Standorte der Fotos und erstellt animierte Karten, die zu Beginn eines Clips kurz eingeblendet werden. Seit kurzem gibt es neue Filter für Städte, wie Berlin, Rom, Paris, NYC, Madrid etc.

Diese kann man allerdings nur nutzen, wenn in den Städten auch Fotos gemacht worden sind. Anschließend kann man wählen, ob der Clip 15-,  30-, oder 60 Sekunden lang sein soll und welchen Filter man nutzen möchte. Die App spielt den Clip automatisch ab und am Ende des Videos werden einem drei weitere Tools angezeigt: Musik, Bearbeiten, Option. Damit kann man seinen Clip nach Belieben umgestalten. Ist man vom Endergebnis begeistert, kann man den Clip speichern oder auch in sozialen Netzwerken teilen.

Gibt die App Nutzerdaten an Dritte weiter?

Da das Tool kostenlos ist und es in der App selbst keine Werbung oder In-App-Käufe gibt, kommt der Verdacht auf, dass Nutzerdaten weitergegeben werden. Schaut man in die Datenschutzrichtilinien, steht dort, dass die Entwickler tatsächlich Daten an Dritte und Partner weiterleiten.

Ripl: Entwickler fordern für Pro-Version 9,99 $ pro Monat

Ripl ermöglicht ebenfalls das Erstellen von kurzen Clips, allerdings nur allen iOS-Nutzern, die mindestens iOS 8.0 auf ihrem Smartphone installiert haben. Öffnet man die App, hat man die Option sich mit Facebook zu verbinden. Man kann diesen Schritt aber auch überspringen und mit der Auswahl an Fotos beginnen. Ein Nachteil hierbei ist, dass man höchstens acht Bilder in einem Videoclip verwenden kann. In diesem Tool kann der Benutzer, wie bei Storyo, aus verschiedenen Layouts wählen und den fertigen Clip in sozialen Netzwerken teilen.

Im Vergleich zu Storyo kann der Nutzer beliebig viele Texte – und einen Link einfügen. Wer sich die Pro-Version der App kauft, kann weitere Features nutzen: Man bekommt neue Designs und Musiktracks und hat die Möglichkeit, die kurzen Clips mit der eigenen Musik zu unterlegen. Der Clou: Die Pro-Version kostet 9,99 $ pro Monat. „Photoshop kostet genau so viel“ und „9,90 € pro Monat? Einmalig ja. Pro Monat nein“ sind dabei nur zwei Rezensionen der App.

Die schnellste Möglichkeit Clips zu erstellen: GoPro Quik

Eine Alternative zu Storyo und Ripl bietet die kostenlose App GoPro Quik. Auch hier ist die Voraussetzung iOS 8.0 oder ein Android-Gerät. Wie der Name verrät, ist GoPro Quik mit der GoPro Actionkamera kompatibel. Fotos und Videos werden automatisch nach den schönsten Momenten durchsucht, die man zum Clip hinzufügen kann. Insgesamt kann man bis zu 200 Fotos und Videoclips vom Fotoalbum, GoPro Album oder Facebook-Konto einfügen.

Die App erstellt dazu Übergänge und Effekte, die auf den Takt der Musik abgestimmt sind. Eine weitere Funktion der App ist, dass sie Gesichter und Farben erkennt und den Fokus darauf legt. Der Fokus kann aber auch manuell eingestellt werden. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Soundtracks und Videostilen zwischen denen der Nutzer wählen kann. Ein weiteres Feature ist die Formatierung vom Kino- zum Quadratformat. Am Schluss kann das Video wie bei den anderen Foto-Video-Tools in sozialen Netzwerken geteilt oder im Fotoalbum gespeichert werden.

Animoto: Lustige Videos von überall aus

Wer Animoto zum Erstellen von kurzen Videoclips nutzen möchte, benötigt mindestens iOS 8.0. Sobald man die App öffnet, kann man aus verschiedenen Stilen und Songs wählen. Allerdings kann man nicht bei allen Stilen den Musiktitel ändern. Im nächsten Schritt kann man bis zu 20 Fotos zu seinem Clip hinzufügen. Wem das nicht ausreicht, muss entweder 4,99€ pro Monat- oder 29,99€ pro Jahr zahlen.

Ein Nachteil des Tools ist aber, dass man Übergänge und Effekte nicht selbst auswählen kann, da die App dies von allein macht. Um das Video zu speichern oder auf den sozialen Netzwerken zu teilen, braucht man einen Account. Animoto bietet hierbei auch an, sich mit Facebook zu verbinden. Für all diejenigen, die sich nicht lange mit der Bearbeitung des Clips herumschlagen möchten, ist dieses Tool eine gute Alternative zu den bisher vorgestellten Apps.

Cute CUT: Mach Filme anders

Die App Cute CUT erinnert beim Öffnen sofort an ein kostspieliges Schnittprogramm. Doch sie ist es zwangsläufig nicht, da nur die Pro Version einmalig 5,99€ kostet. Für die kostenlose App benötigt der Nutzer mindestens iOS 7.0. Sobald sich der Nutzer im Hauptmenü der App befindet, wird einem die Möglichkeit geboten, sich vorerst einige Anleitungsvideos anzusehen, damit man die Verwendung von Cute CUT vollständig erfassen kann. Diesen Schritt kann man aber auch überspringen.

Wenn man nun einen Clip erstellen möchte, klickt man dazu auf das kleine Plus oben links in der Ecke. Daraufhin muss man dem Film einen Titel geben und kann anschließend beginnen, den Clip zu erstellen. Nun öffnet sich ein Schnittfenster, in dem man Medientypen, z.B. Videos, Fotos, Texte, Musik etc., auswählen kann. Bei diesem Tool ist ein großer Nachteil, dass man keine Möglichkeit hat Effekte und Übergänge hinzuzufügen. Entspricht der fertige Clip den eigenen Vorstellungen, kann man das Video speichern, per E-Mail verschicken, oder auf YouTube und Facebook teilen.

Fazit Foto-Video-Tools Check

Welches das beste Foto-Video-Tool ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Wir finden aber, dass GoPro Quik von allen Apps auf Platz eins steht, da das Erstellen von Videos leicht umsetzbar – und die App mit der GoPro verbindbar ist. Zudem bietet sich dem Nutzer die Möglichkeit, im Gegensatz zu den anderen Apps, so viele Fotos und Videos hinzuzufügen wie er mag.

Mit den Apps Storyo und Ripl kann man zwar kurze Clips erstellen, allerdings sind dort die Weitergabe von Nutzerdaten und die Kosten ein großer Nachteil, die die App GoPro Quik umgeht und für uns die Lieblingsapp der Foto-Video-Tools ist. Wer sich nicht lange mit der Videobearbeitung beschäftigen möchte, sollte am besten mit Animoto arbeiten. Und wer sich nicht mit Facebook verbinden oder sich sogar einen Account anlegen möchte, sollte Cute CUT nutzen, da man dort kein Konto benötigt und innerhalb der App viel spielen kann.

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  • Dr. Marie Huchthausen arbeitet seit knapp 15 Jahren in den Bereichen Erwachsenenbildung, Hochschulen und Forschung.
  • Die renommierte Wissenschaftlerin und Trainerin entwickelt für die Business Academy Ruhr innovative eLearning Konzepte unter anderem für die Weiterbildung Social Media Manager (IHK).
  • Schwerpunkte ihrer Arbeit sind: eLearning, Didaktik, Online-Beratung, Coaching und Qualitätsmanagement.