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5 Fehler von Unternehmen im Social Media Marketing

Social Media Management

Foto: Business Academy Ruhr

Social Media Management ist in aller Munde – und in vielen Unternehmen wird der gar nicht mehr so neue Kanal der Unternehmenskommunikation genutzt. Doch nicht immer erfüllt der Einsatz von Social Media im Unternehmen die Erwartungen: Frust macht sich breit.

Dieser Frust muss nicht sein! Aus unserer Erfahrung als Partner zahlreicher Unternehmen – gleich ob Solopreneur oder erfolgreicher Hidden-Champion aus dem Mittelstand – wissen wir: Unternehmen machen immer wieder die gleichen 5 Fehler. Welche das sind und wie Sie diese verhindern? Das verraten wir hier:

1. Es existiert keine Social Media Strategie

Sie starten kein neues Produkt ohne sich den Wettbewerb anzuschauen, eine Strategie zum Markteintritt und eine langfristige Verkaufsstrategie zu entwickeln. Warum sollte das für die Einführung der Social Media Kanäle anders sein?

Starten Sie Ihr Social Media Management also nicht unüberlegt. Wer ist Ihre Zielgruppe und wo tummelt sie sich im Social Web? 12- bis 15-Jährige werden Sie vorrangig auf Instagram oder Snapchat finden – den erfolgreichen Angestellten des mittleren Managements aber eher auf Xing oder Linkedin.

Unsere Social Media Manager (IHK) entwickeln deshalb immer eine individuelle Social Media Strategie. Das führt zum Erfolg. Seien Sie da, wo Ihre Zielgruppe ist und treffen Sie deren Tonlage.

2. Social Media wird nebenbei und willkürlich gemacht

Wer macht in ihrem Unternehmen die Social-Media-Arbeit? Der Bürokaufmann neben seinen eigentlichen Aufgaben aus der Stellenbeschreibung? Immer wechselnde (junge) Praktikantinnen, weil die ja auch in ihrer Freizeit bei Facebook Partybilder posten? – Ja, das mag überspitzt sein, aber: Der häufigste Fehler in Unternehmen ist immer noch, dass Social Media eine „Ferner-liefen“-Aufgabe ist. Irgendjemand macht sie nebenbei. Eine Corporate Identity im Social Web kann so nicht ausgeprägt werden. Telefonische Kundenanfrage macht in der Regel ja auch kein Mitarbeiter aus der Produktion nebenbei.

Geben Sie auch diesen Teil der Unternehmenskommunikation in eine klare, kontinuierliche Verantwortung. Denken Sie dabei auch an die Vertretungsregelung bei Urlaub oder Krankheit.

3. Es gibt keine regelmäßigen Postings

Die Folge fehlender Verantwortlichkeiten ist, dass Soziale Netzwerke willkürlich bespielt werden. Wenn gerade Zeit ist, wird gepostet. Wenn nicht, dann nicht. Von Regelmäßigkeit ist man oft weit entfernt. Aber gerade die Kontinuität ist eine der Währungen im Social Web: Kommunikation ist wie Atmen – unterlässt man sie, glaubt zum Beispiel Facebook, die Seite wäre „tot“. Einen Unterschied zu scheintot kennt die Plattform nicht – und bietet dessen Angebot auch Fans der Seite nicht mehr an.

Professionelles Social Media Management sieht anders aus. Geben Sie den betrauten Mitarbeitern Zeit für die Entwicklung einer Social Media Strategie und den Aufbau der unternehmenseigenen Social Media Auftritte.

4. Beziehungsaufbau findet nicht statt

Fan- und Followerzahlen sind nicht alles in den Social Media. Vielmehr zählt der Beziehungsaufbau mit Ihren Fans und Followern. Social Media ist keine einseitige Kommunikation mehr, wie es die klassische Unternehmenskommunikation zum Beispiel in Form von Pressemitteilungen noch kennt.

Interagieren Sie mit ihren Fans. Stellen Sie Fragen, antworten Sie auf Lob wie auch Kritik. Social Media ist niemals ein reiner Werbekanal, in dem Sie nur ihre Marketing-Botschaft in die Welt hinausposaunen. Er lebt davon, dass Ihnen Ihre (potentiellen) Kunden antworten. Und dann kann schnell aus einer Kritik ein positiv gestimmter Kunde werden, wie zum Beispiel „RWE hilft“ berichtet.

5. Social Media Management ist kein Teil der Unternehmenskultur

Ihre Mitarbeiter wissen nicht, dass es einen offiziellen Auftritt in den Sozialen Netzwerken gibt? Auch wenn Mitarbeiter nur privat in sozialen Netzwerken unterwegs sind, sind sie Botschafter Ihres Unternehmens.

Machen Sie es Ihren Mitarbeitern leicht, gute Unternehmensbotschafter zu sein. Geben Sie Ihnen zum einen Social Media Guidelines an die Hand. Zum anderen ermöglichen Sie, dass sie selbst in den Kanälen des Unternehmens aktiv werden: Wer liest nicht gerne, dass die Nachbarin oder Familienangehörige tolle Dinge im Job auf die Beine stellen? Begleiten Sie ihren Azubi einen Tag lang, berichten Sie von Feiern oder Messeständen. Zeigen Sie Gesicht – mithilfe Ihrer Mitarbeiter.

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Anna Carla Kugelmeier ist Medien- und Sozialwissenschaftlerin B.A. und Social Media Managerin (IHK) mit langjähriger Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit einer Non-Profit-Organisation.

Neben der Content Produktion und dem Content Management für den Unternehmensblog der Business Academy Ruhr liegen ihre Schwerpunkte in der Entwicklung von Social Media- und Kommunikationsstrategien für Agenturkunden.