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Twitter-Blogparade: Warum ich so gerne zwitschere

Symbolbild Twitter

Foto: Business Academy Ruhr

Twitter ist mein Lieblingskanal bei Social Media. Als der Aufruf zur Blogparade von Tina Gallinaro  „Nenne mir einen Grund, warum du so gerne bei Twitter bist“ kam, war deshalb für mich sofort klar: Da bin ich dabei!

Im Folgenden versuche ich das, was so schwer ist: Meine Liebe zu dem Mircobloggingdienst in Worte zu fassen. Mal schauen, ob es mir gelingt, zu erklären, warum mir das Twittern mit maximal 140 Zeichen und das Lesen von Tweets anderer Personen so viel Spaß macht. Das heißt: Heute wird es persönlicher.

Ganz weit weg und doch mittendrin

Wer kennt das nicht: In den weiten des Internets lesen Sie von einer spannenden Veranstaltung. Leider ist sie für Sie gerade unerreichbar. Räumlich und/oder zeitlich passt es einfach nicht in den Terminkalender. Mit Twitter ist das (zumindest in der digitalen Zunft) kein Problem mehr. Oftmals finden sich schnell zahlreiche Twitterer unter einem Veranstaltungshashtag zusammen und berichten live.

Wer zum Beispiel bei der BARsession nicht dabei war, findet alles Wichtige (und die netten Anekdoten am Rande) unter dem Hashtag #BARsession:

Aber selbst wenn ich vor Ort bin, erleichtert mir Twitter das Leben. Fragen zum Thema lassen sich oft schon per Twitter klären. Gleichzeitig informiert  man die Daheimgebliebenen oder aber man verabredet sich flott mit anderen Teilnehmern zu einem Kaffee in der Pause.

Twitter als große Kennenlernplattform

Zu so einer Kaffeepause verabrede ich mich gerne mit Menschen, die ich bisher nur online kannte. Es gibt so viele interessante Twitterer, die sich genau für „meine“ Themen interessieren. Durch das unkomplizierte „Followen“ gibt es bereits erste Anknüpfungspunkte für das Kennenlerngespräch. Und meine Erfahrung ist: Die „großen“ Experten sind einem viel näher als man denkt. Ideal also zum Netzwerken – egal, ob als Selbstständiger oder Angestellter.

Und dann gibt es da noch eine inhaltliche Komponente: Twitter ist für mich mein Seismograph für Trends geworden. Hier springen genug Geeks und Nerds herum, die bereits früh neue Entwicklungen auf dem Schirm haben.

So lernt man hier nicht nur Leute kennen, sondern auch ganz viel über die eigene oder die Nachbarbranchen – kurz und knackig in 140 Zeichen :-). 

Gemeinsam Fernsehen: #tatort

Best of Teletwitter: Videotextseite

Videotext Best-of Teletwitter (Screenshot vom 11.10.2015).

Sonntagabend, 20.15 Uhr. Ein Millionenpublikum im Fernsehdeutschland schaut den „Tatort“. Nebenbei wird getwittert, was das Zeug hält. Schon vor Beginn des Tatorts trendet der Hashtag #tatort bei Twitter. Hier tauschen sich die Zuschauer live über die Handlung aus. Es wird kritisiert, ergänzt, Handlungsstränge weiter gesponnen und Nachfragen gestellt. Natürlich könnte man das auch mit seinem Partner auf der Couch ausdiskutieren, aber dann käme wohl bald ein „Ruhe, ich versteh ja nichts!“.

Ich weiß gar nicht mehr, wie es war „Tatort“ zu schauen, ohne Handy in der Hand und ständig im Austausch mit anderen. Es macht einfach Spaß, als Community verbunden, sich auf 140 Zeichen auszutauschen. Der Mensch ist und bleibt ein soziales Wesen 😉

Spannende Zahlen wer, wann und wie zum #tatort twittert hat der Bayrische Rundfunk ausgewertet.

Der persönliche Nachrichtenticker

Twitter funktioniert darüber hinaus wunderbar als Nachrichtenticker. Bei größeren Ereignis ist Twitter deshalb immer meine erste Anlaufstelle; sei es bei den Anschlägen in Paris und Brüssel (okay, da sind Englisch-Kenntnisse von Vorteil) oder beim Amoklauf in München. Natürlich muss man hier sicher sein, wem man glauben kann und wem nicht. Inzwischen sind auch in Deutschland zum Beispiel die Polizeipräsidien und die Rathäuser der größeren Städte bei Twitter vertreten. Diese sind dann für mich immer die erste Quelle. Mittlerweile nutzen die aus meiner Sicht Twitter wirklich richtig gut:

Auch viele Journalisten haben die Vorteile des sozialen Mediums erkannt und integrieren es in ihre Arbeitsprozesse – sowohl zur Recherche als auch zur Berichterstattung.

140 Zeichen: Kommen Sie auf den Punkt!

Zum Schluss noch ein ganz persönlicher Grund: Ich rede gerne und viel. Genau so habe ich lange Zeit geschrieben, mit einer großen Vorliebe für verschachtelte „Schwurbelsätze“. Das hat sich dank Twitter verändert. Twitter fungiert deshalb als mein bester Lehrmeister. „Fasse dich kurz!“ ist oft leichter gesagt als getan. Aber man wächst ja bekanntlich an seinen Herausforderungen ;-).

Fazit

Teilhaben ohne dabei zu sein, netzwerken, #tatort, Nachrichten und das Fokussieren auf das Wesentliche: Das sind meine wichtigsten Gründe für das Twittern. Ob es alle Gründe sind, vermag ich nicht zu sagen. Twitter fasziniert mich einfach, deshalb ist es für mich nicht so einfach zu begründen, warum ich Twitter so schätze.

Vieles ist und bleibt einfach ein Bauchgefühl. Ich fühle mich in meiner Twitter-Timeline einfach pudelwohl. Hier kann ich mich fachlich austauschen, Erklärbär spielen, Beschwerden zum Beispiel an die Bahn oder Telekom weiterleiten, aber auch nur mit anderen „rumblödeln“. Alles wie im echten Leben. – Ja, vielleicht ist dies mein eigentlicher Grund für meine Liebe zu Twitter. Hier kann ich so sein, wie ich bin – online wie offline. Und wer mich jetzt online kennen lernen möchte, der folgt mir einfach unter @pintawohl. Ich freue mich auf einen fruchtbaren Austausch.

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Anna Carla Kugelmeier ist Medien- und Sozialwissenschaftlerin B.A. und Social Media Managerin (IHK) mit langjähriger Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit einer Non-Profit-Organisation.

Neben der Content Produktion und dem Content Management für den Unternehmensblog der Business Academy Ruhr liegen ihre Schwerpunkte in der Entwicklung von Social Media- und Kommunikationsstrategien für Agenturkunden.