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Warum 2017 die Digitalisierung immer noch DAS Thema sein wird

Mehr spannende Weiterbildungen, mehr Kooperationspartner und natürlich mehr wunderbare, erfolgreiche Alumni (fast 1000 in 5 Jahren!!): Für die Business Academy Ruhr war es wieder ein sehr turbulentes und erfolgreiches Jahr 2016. Ganz klar: Die Digitalisierung boomt.

Leider noch nicht überall. Insbesondere in den Chefetagen vieler deutscher Unternehmen hakt es. Das postuliert Frank Thelen. Er sieht  “schwarz” für jene deutschen Firmen, die die digitale Entwicklung verpennen. Trends 2017: Worauf müssen wir uns 2017 einstellen? Welche Trends bestimmen das Jahr 2017? Welche Technologien setzen sich durch? Was verschwindet? Worauf sollten Unternehmen und ihre Mitarbeiter achten?

Virtuell die Berge überfliegen.

Virtuell die Berge überfliegen. Einer der Trends 2017.

Social Recruiting gewinnt an Bedeutung

Ob auf Messen oder im Gespräch mit Unternehmen: Immer wieder werde ich gefragt, ob Social Media wirklich das heilbringende Mittel ist, geeignete Mitarbeiter, Auszubildende oder auch Führungskräfte zu finden. Und ich antworte: Ja. Es sollte 2017 in jedem Unternehmen ein wichtiger Baustein im Gesamtprozess des Recruiting sein. Denn: Das Recruiting mit Social Web bietet viele Möglichkeiten.  

Online-Jobbörsen sind dabei nur ein Weg. Wichtig ist es, auf den Social Media Kanälen, Plattformen oder Foren präsent zu sein und auf diese Weise potentielle Interessenten zu erreichen. Authentisch, vertrauensvoll und mit guten Bewertungen auf relevanten Portalen: Der Mix führt zum Erfolg. Eine Gesamtstrategie, die zur Unternehmensphilosophie passt, hilft das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Zudem ist die Wahl der Plattformen entscheidend. Wer international agiert, sollte LinkedIn bevorzugen, Studenten findet man eher  auf BARcamps oder Studi-bzw. Bewerbungs-Foren.  

Und Bewerbern und Arbeitssuchenden kann ich nur empfehlen, 2017 damit zu starten sich eine Online-Reputation aufzubauen. Viele unsere ehemaligen Teilnehmer der IHK-Weiterbildungen haben so ihren Traumjob gefunden.  

Content Marketing: ein Dauerbrenner

Die Zahl der Unternehmen, die sich auf den soziale Netzwerken bewegen, nimmt auch 2017 weiter zu. Damit schwindet die Sichtbarkeit für jeden Einzelnen. Sich noch genauer von der Konkurrenz abgrenzen, seinen UPS herausstellen und den Kunden und seine Zielgruppe noch genauer spezifizieren: Dann kann sich ein Unternehmen online wie offline behaupten.

Hier heißt es neue Marketing-Konzepte zu entwickeln. In Bezug auf das Content Marketing bedeutet das:

  1. Mit fundierte Kenntnissen über die Customer Journey noch genauer den Nerv des potentiellen Kunden treffen.
  2. Mehr Bewegtbild integrieren.
  3. Live-Streaming auf Facebook, Twitter/Periscope sowie Instagram- und Snapchat-Storys.
  4. Qualitativ hochwertige Beiträge erstellen für die Unternehmensseiten/Blog.
  5. Unique Posting, abgestimmt auf die Gesetze der jeweiligen sozialen Netzwerke.
  6. Crossmediale Social Media und Online Marketing Strategien abgestimmt auf innovative Technologien wie z. B. Virtual Reality.
  7. Mobile first.
  8. Content wird auch 2017 in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung – auch für Shops – immer wichtiger. Die User Experience wird angesichts der künstlichen Intelligenz, die bei Google das Ranking beeinflusst, ein immer wichtigerer Aspekt.   

eCommerce wächst – und geht stationär

Die Wachstumsraten der Online Shops sind groß. Ein Stückchen von dem Kuchen wollen sich auch die sozialen Netzwerke einstreichen. Allen voran Facebook: Seit Oktober 2016 ist die neue Shop-Section in Facebook Pages auch in Deutschland verfügbar, die tolle Features mitbringen, ohne dass die Administratoren Technik-Freaks sind.

Ein anderer Trend wird 2017 weiter voranschreiten: Online goes Offline. My Muesli oder Baby Markt sind nur zwei erfolgreiche Beispiele. Der Vorteil der Online-Player? Sie kennen die Gesetze des Online und Social Media Marketings aus dem Effeff, und haben damit gegenüber dem stationären Handel einen klaren Vorteil. Außerdem haben diese Unternehmen keine Scheu vor neuen Technologien. Ich bin schon gespannt was passiert, wenn Amazon den Lebensmittelhandel ins Visier nimmt – online wie offline. Umso wichtiger wird es 2017 für den stationären Handel sein, die Entwicklungen des Online Markts und die innovativen Technologien nicht aus den Augen zu verlieren.  

Pokémon Go ist erst der Anfang

Wer erinnert sich nicht an die Menschenansammlungen auf Plätze? Alle schauen auf ihr Smartphone und jagen Pokémon. 2016 war das Jahr des Spiels Pokémon Go. Augmented Reality kennt heute dank des Spiels fast jeder. Die Geschäftsidee war brillant und katapultierte Nintendo wieder ganz nach oben in den Big Player Spiele-Himmel. Ich bin mir sicher, da geht noch mehr.

Trends 2017: Augmented Reality Angebote werden zunehmen. Pokémon Go war erst der Anfang. Warum nicht die Escape-Räume mit virtuelle Geistern etc. noch interessanter gestalten? Gleichzeitig erobert Virtual Reality das Marketing. Top-Speaker Markus Rall prognostizierte auf der BARsession schon, dass VR unsere Welt revolutionieren wird.  Für 2017 heißt das: Immer mehr Unternehmen werden sich der Technik bedienen, um ihren Kunden ein noch intensiveres Erlebnis zu.

Messenger Chat-Bots werden immer wichtiger

facebook-messenger-chat-bot_neuExperten sagen, 2017 wird fast jeder ein Smartphone besitzen. Mobile Sichtbarkeit wird immer wichtiger. Ob Apps die Lösung für Unternehmen sind? Vielleicht mit einem durchdachten Konzept und einer gezielten Kundenansprache kann es einen Mehrwert generieren. Wichtiger schätze ich aber für 2017 die Chat-Bots ein. Messenger sind beliebt, in jeder Altersklasse. Kegel-Ausflüge werden ebenso in Messenger-Gruppen geplant wie Abifeiern.

Chat-Bots in Messengern bieten Unternehmen die Möglichkeit, gezielt und individualisiert mit den Nutzern in Kontakt zu treten. Zum Beispiel der Facebook-Messenger. Unser Dozent Sebastian Pasuto hat eine Chat-Bot für sein Veranstaltungsportal programmiert. Mit großem Erfolg. Aber auch der Social Media und Online Marketing Experte Björn Tantau schwört auf den Facebook Messenger Chat Bot ebenso wie das Weiße Haus. Sehen Sie es als Trends 2017 und testen Sie einfach selbst einen Chat Bot, vielleicht von CNN und Sie werden schnell die Vorteile erkennen.

FAZIT

Unternehmen müssen sich jetzt, also 2017 digitalisieren, sonst bleiben sie auf der Strecke. Ich finde, Frank Thelen hat es in seine “Brandrede” auf den Punkt gebracht. Seine Aspekte lassen sich auch auf kleine und mittlere Unternehmen übertragen. Und seien wir einmal ehrlich: Im asiatischen Raum sind die Unternehmen schon viel weiter. Natürlich kann man dies nicht 1:1 auf den deutschen Markt übertragen, aber manchmal habe ich das Gefühl es liegen Welten dazwischen. Kennen Sie zum Beispiel die Voice Search? Die Zahl derer, die sprechend suchen, wird 2017 rasant zunehmen. Probieren Sie es einfach einmal aus. Es funktioniert besser als Sie denken. Wer also 2017 nicht endlich mitzieht, wird schneller von der Konkurrenz abgehängt als heute vorstellbar.

Bezogen auf die technischen Innovationen wird 2017 sehr spannend. Samsung spricht beispielsweise davon, das erste faltbare Smartphone auf dem Markt zu bringen. Das nenne ich innovativ. Ob Apple da noch mitspielen kann? Vielleicht mit einem Virtual-Reality-Phablet, das in die Hosentasche passt 😉  Ich habe dann immer noch den VR-Experten der BARsession im Ohr, der sagt, die VR-Technik stecke noch in den Kinderschuhen.

Außerdem erwarte ich 2017 die erste Drohne, die mir die Pakete durch die Luft schickt und vor meiner Tür landet ;-), mit meinem Smart Home kommuniziert, das ihm selbstständig die Tür öffnet, weil ich gerade wieder für die Business Academy Ruhr unterwegs bin  ;-).

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Holger Rohde ist Geschäftsführer und Leiter des Agenturkundengeschäftes der Business Academy Ruhr.

Er betrachtet als Kaufmann vor allem die wirtschaftlichen Aspekte von Social Media Marketing und Digitalisierung: Holger Rohde kennt die Bedürfnisse von Unternehmen, versteht es Ängste zu nehmen und gemeinsam mit allen Beteiligten Möglichkeiten der Umsetzung von Social Media Strategien zu finden.