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Social Media im Unternehmen – Workshop für junge Mitarbeiter

Social Media im Unternehmen hat sich längst durchgesetzt, jedoch gibt es nach wie vor Unsicherheiten wie ein Unternehmen den Einstieg in die digitale Kommunikation schaffen kann. Die Kommunikation über soziale Plattformen ist keine Ein-Mann-Aufgabe, sondern eine Haltung im gesamten Unternehmen. Dennoch gehen zahlreiche Unternehmen unbedarft an diese Disziplin heran, indem sie einzelne junge Mitarbeiter verpflichten, die Tätigkeit zu übernehmen.

Ganz nach dem Motto: „Du bist jung, du hast einen Facebook-Account – mach mal Facebook für unser Unternehmen!“ werden Mitarbeiter zuweilen mit dieser Aufgabe regelrecht überrumpelt. Immer wieder finden sich junge Menschen in unseren IHK Weiterbildungen digitales Business, die allein vor der Herausforderung stehen, Social Media im Unternehmen zu etablieren.

Workshop: Social Media Knigge

Für diese Zielgruppe führten wir im Auftrag der IHK zu Dortmund einen Workshop „Social Media Knigge“ für junge Mitarbeiter durch. Im Fokus stand die digitale Kommunikation für Unternehmen, Vertriebs- und Supportmöglichkeiten, die Onlinekommunikation und das Medienrecht.

Ganz  klar: Social Media geschieht nicht nebenbei und „Wir machen Facebook“ ist keine Unternehmensstrategie. Der Unterschied zu privaten Auftritten in sozialen Medien ist das zielgerichtete und das zielgruppenorientierte Auftreten eines Unternehmens bzw. einer Marke. Niemand möchte im Social Media Marketing Ressourcen und Arbeitszeit verschwendet wissen. Investierte Personalstunden sollen sich rentieren und so ist es wichtig, der Durchführung eine wirtschaftlich orientierte Strategie zugrunde zu legen. Daher ist äußerste Sorgfalt bei der Festlegung der Ziele geboten. Mehrere Hundert oder Tausend Facebook Follower sind kein Ziel. Unternehmen müssen wirtschaftlich handeln und ein Fan auf Facebook ist längst noch kein Kunde.

Dies kann nur gelingen, wenn das gesamte Unternehmen diese Maßnahmen mitträgt. Der Hut der Verantwortung gehört nicht auf den Kopf von Praktikanten, sondern ist eine Aufgabe, der sich die Verantwortlichen der Unternehmenskommunikation gemeinsam stellen sollten.

Social Media im Unternehmen ist eine Haltung

Schaut man sich Beispiele wie die Auftritte von „Die Welt“, „McDonald’s“ oder auch der „Bundesregierung“ an, wird schnell deutlich: Der Wandel der Unternehmenskultur ist die Basis für den digitalen Wandel. Social Media Verantwortliche benötigen das Vertrauen ihrer Vorgesetzten und Kollegen, um besonders im Community Management frei handeln zu können und das Unternehmen adäquat zu präsentieren. An oben genannten Beispielen wird ebenfalls deutlich, dass die Onlinekommunikation manchmal auch ein wenig Mut und Biss erfordert.

Wenn Kollegen und Vorgesetzte dieses Vertrauen mittragen, können sie wunderbar als Multiplikatoren und Ideengeber für zukünftige Kampagnen und Beiträge fungieren. Von kaum jemandem gibt es so viel hilfreiches Feedback wie vom Kollegen in der Kaffeepause.

Für den sicheren Auftritt in sozialen Netzwerken waren Verhaltensregeln für einen gelungenen Auftritt auf digitalen Plattformen sowie Social Media Guidelines ebenso Thema des Workshops für den Nachwuchs. Ebenso gab es Tipps für die eigene Reputation über Business Netzwerke und für ein gelungenes Networking.

Voraussetzungen für Social Media im Unternehmen schaffen

Um Social Media im Unternehmen zu etablieren, gilt es zunächst Voraussetzungen zu schaffen. Zunächst benötigt es die Zustimmung der Geschäftsleitung, sowie Mut, Motivation, Vertrauen und Unterstützung der Kollegen, um einen authentischen Unternehmensauftritt zu etablieren. Zu Beginn müssen Ressourcen, Kapazitäten, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten geklärt werden. Die meisten sozialen Plattformen kosten zwar kein Geld, jedoch Zeit. Daher sollte ein Budget geplant werden, sowohl für Personalstunden als auch für die Erstellung von Beiträgen (Software, Lizenzen, etc.) und für eventuelle Dienstleister (Fotografen, Agenturen, etc.).

Ein zentraler Punkt zur Etablierung von Social Media im Unternehmen ist die organisatorische Struktur. Es gilt zu entschieden, welche Abteilungen in welcher Form involviert sind und an wen in welcher Form berichtet wird. Nicht nur die externe Kommunikation ist also entscheidend, sondern auch die interne.  Über Erfolge sollte gesprochen und Strategien benannt werden. Dazu gehört auch ein regelmäßiges Training und die Weiterbildung aller Beteiligten sowie die Erstellung von Guidelines im Unternehmen.

Controlling ist wichtig

Ein wichtiger Punkt, der häufig unbeachtet bleibt, ist das Controlling. Zu Beginn der digitalen Kommunikation sollten Kennzahlen entwickelt und Vorgaben geschaffen werden, an denen sich der Erfolg später messen lässt. Beim Monitoring sollte man nicht zu schnell verzagen: Social Media braucht oft Zeit. Man muss einem Unternehmensauftritt die nötige Zeit geben, sich zu entwickeln und den Verantwortlichen die Zeit, sich auszuprobieren und zu analysieren, welche Inhalte bei der Zielgruppe besonders gefragt sind. Daher sollte bei sich eher mäßig einstellendem Erfolg nicht die Präsenz selbst, sondern eher die Inhalte und die Verbreitung hinterfragt und optimiert werden.

Fazit

Am Ende blieb die Erkenntnis: Social Media ist keine exakte Wissenschaft, sondern eine Kommunikationsform. Es gilt nicht, Werbung zum Kunden zu transportieren, sondern mit ihm in Austausch zu treten.

Nach einem Tag voller angeregter Diskussionen und spannendem Austausch gingen die jungen Nachwuchskräfte mit einem Plan nach Hause: Social Media wird in ihren Unternehmen etabliert. Wir sind gespannt auf die zukünftigen Ergebnisse.

 

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Milena Droste ist Betriebswirtin, Social Media Managerin, Online Redakteurin und Online Marketing Managerin. Seit 2014 ist sie Projektmanagerin und Beraterin bei der Business Academy Ruhr. Als Referentin bietet sie zudem Vorträge und Workshops zu den Social Media Networks sowie zur Social Media Strategie an.