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BARsession: „Schrei vor Glück“ mit eCommerce

Als bekannt wurde, aus welchem Unternehmen der Top-Speaker für die BARsession kommt, ergab der Slogan „‚Schrei vor Glück“ mit eCommerce“ plötzlich vollkommen Sinn. Denn mit Danilo Topalovic, der den Top-Vortrag hielt, kam der Speaker vom Online-Versandhändler Zalando. Dieser hielt nicht nur einen interessanten Vortrag, sondern beantwortete auch fleißig Fragen aus dem interessierten Publikum rund um das Thema eCommerce.

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Top-Speaker Danilo Topalovic (v.l.n.r.), Pascal Ledune, Holger Rohde und Kai Bünseler

eCommerce – ein absolut aktuelles Thema. Lohnt es sich im Internet zu verkaufen? Worauf sollte man bei der Entwicklung und Gestaltung einer eCommerce Website achten? Und was ist zum Beispiel bei den verschiedenen Einstellungen, beispielsweise der Bezahlung und dem Versand, zu beachten? Mehr darüber zu erfahren: Das lockte am vergangenen Montag rund 120 interessierte Gäste zur 28. BARsession ins „Daddy Blatzheim“ im Westfalenpark.

„Schrei vor Glück“ seit 2008

2008 begann Zalando in Deutschland als Onlineshop ausschließlich für Schuhe. Seitdem legte der Online-Versandhändler eine rasante Entwicklung hin: Bereits 2010 war das Unternehmen Marktführer für den Schuhversand, baute noch im selben Jahr die Kategorien aus und bietet seither nicht mehr nur Schuhe, sondern auch alles rund um Kleidung, Accessoires und Sport an. Zudem ist Zalando seit 2011/2012 europaweit in 15 Ländern vertreten und somit der führende Onlineshop im Bereich Bekleidung.

Was viele im unmittelbaren Umkreis jedoch gar nicht wissen: Zalando hat zwar den Hauptsitz in Berlin, die IT-Zentrale befindet sich allerdings hier in Dortmund. Und Danilo Topalovic konnte auch genau erklären, wie es dazu kam, denn „ein Entwickler aus Recklinghausen ging hier damals gern in den Soundgarden“, einem heute nicht mehr existenten Club in Dortmund. So also kam es 2012 zur Gründung der IT-Zentrale im östlichen Ruhrgebiet.

Online verkaufen kann jeder?

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Verkaufen im Internet bedeutet auch „aus Fehlern zu lernen“. Nicht nur aus eigenen Fehlern, sondern auch aus Fehlern, die andere große Onlinehändler begehen oder begangen haben. Man kann schon bei der Auswahl des Shopsystems einige wichtige Punkte beachten. Deswegen „fährt man am besten, wenn man jemanden hat, der sich bereits damit auskennt“, so der Top-Speaker des Abends. Tools, welche man beispielsweise überhaupt nicht benötigt, für welche man jedoch Unmengen an Geld ausgegeben hätte. Das sind wichtige Faktoren, an die man zunächst vielleicht gar nicht denkt. Die Frage, ob online also jeder verkaufen kann, ist leicht beantwortet: Nein!

Die verschiedenen Optionen im eCommerce

Wichtig sin laut Danilo Topalovic im eCommerce insbesondere die zur Verfügung gestellten Zahlungsmöglichkeiten und Versandarten. „Es gibt Menschen, die scheuen noch immer die Bezahlung im Internet“, da ist es wichtig die richtigen, verschiedenen Möglichkeiten für den potentiellen Kunden zur Verfügung zu stellen. „Am häufigsten bezahlen die Leute im Internet mit PayPal“, so die Erfahrung nicht nur von Zalando. Deshalb sollte dieses Online-Bezahlsystem unbedingt zur Auswahl stehen. Auf Platz zwei und drei der beliebtesten Zahlungsmöglichkeiten liegen die Zahlung auf Rechnung und Vorkasse.

Und noch einen weiteren Tipp hatte der Standortleiter des Zalando-TechHub Dortmund: „Beim Versand achten Käufer heutzutage sogar immer häufiger darauf, von welchem Paketdienst das Gekaufte geliefert wird“. Das liegt daran, dass diese verschiedene Vor- und Nachteile haben. Vielen Menschen sei es mittlerweile wichtig, den Standort des Pakets nach verfolgen zu können. Zudem sollte der Betreiber eines Onlineshops immer von vornherein entscheiden, ob und wenn ja, in welcher Form er kostenlosen Versand anbietet. Also beispielsweise erst ab einem Mindestbestellwert. Das sollte man alles im Voraus „einkalkulieren“, weil es sonst unter Umständen teuer für das Unternehmen werden kann.

Doch auch die Navigation auf der Webseite muss, nach Danilo Topalovic, einwandfrei und unkompliziert sein. „Die Seiten müssen SEO optimiert sein“ und desweiteren eine gute Struktur der verschiedenen Kategorieseiten aufweisen. „Übersichtlichkeit ist und bleibt das A und O“ in Sachen Onlineshop.“ Auch die Ladezeiten spielen eine wichtige Rolle. Umso länger eine Seite braucht um vollständig zu laden, umso mehr potentielle Kunden verlassen diese auf Anhieb wieder.

Fazit:

Bei der Entwicklung eines eigenen Onlineshops sind von Anfang an viele Dinge zu beachten. Sich jemanden ins Boot zu holen, der sich in diesem Bereich schon auskennt, ist nie verkehrt und kann Kosten und Nerven einsparen. Danilo Topalovic hat in seinem Vortrag sowohl ein kleines bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert, als auch wertvolle Tipps für Neulinge gegeben.

Und genau dafür eignet sich die BARsession eben so gut. Mein Tipp also: Netzwerken, Netzwerken, Netzwerken. Auf der BARsession sind immer viele verschiedene Bereiche aus dem Digital Business vertreten. Somit kann man sich mit allen Anwesenden super austauschen und Fragen stellen.

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Annika Dunker ist Online Marketing Managerin (IHK), Medienwissenschaftlerin und Germanistin.

Neben der Content Produktion für die Unternehmenswebsite, liegen ihre Schwerpunkte in dem Monitoring, der Pflege der Webseite sowie im Social Media Management für Agenturkunden.