Hate Speech & Co.: Kostenlose Workshops an Schulen

Milena Droste Business Academy Ruhr, Events und Networking, Social Media Marketing, Weiterbildung

Hate Speech, die Hassrede in einer Community, ist neben Cybermobbing eine der gefährlichsten Phänomene in sozialen Netzwerken. Immer mehr bestimmen diese Beleidigungen einer Gruppe von Schülern den Schulalltag.

Das Grimme-Institut hat jetzt reagiert und das Projekt BRICkS (Building Respect on the Internet by Combating Hate Speech) ins Leben gerufen. Das Resultat: KOSTENLOSE Workshops mit Social Media Experten und Medienpädagogen an Schulen und Jugendorganisationen von Januar bis Mai 2016. 

Kostenfreier Workshop gegen Hate Speech und Cybermobbing

BRICkS – Against Hate Speech

 

Jeder, der mit Jugendlichen arbeitet weiß, ohne Smartphone geht es nicht. Die Jugendliche halten sich einen Großteil ihrer Freizeit in den sozialen Medien auf. Damit es funktioniert und niemand Schaden nimmt, müssen wie bei der Face-to-Face-Kommunikation im „Real life“ auch in der „virtuellen Welt“ gewisse Regeln eingehalten werden. Respektvoller Umgang miteinander: Das zählt.

Und genau an dieser Stelle gilt es anzusetzen und durch gezielte Kommunikation mit den Schülern eine Veränderung herbeigeführt werden. Der Workshop geht in der Regel über neun Stunden und ist für Schüler ab der 5. Klasse geeignet.

Hate Speech: Was ist das eigentlich?

Cybermobbing und Hate Speech

Cybermobbing und Hate Speech haben Konjunktur

Das Wort „Hate Speech“ lässt sich mit Hassrede übersetzen. Dabei wendet sich eine Gruppe, eine Community, gegen Minderheiten wie aktuell zum Beispiel die Flüchtlinge. Beleidigungen, Verleumdungen usw. sind die Folge. Weitere Adressaten sind Homosexuelle, Migranten oder Betroffene von Sexismus. Es wird über Websites, Blogs und in insbesondere über soziale Netzwerken verbreitet und dient der Ausgrenzung dieser Personengruppe.

Detaillierte Informationen in unserem Blogartikel: Hate Speech hat Hochkonjunktur im Social Web.

Vor allem Schüler können durch Hate Speech leicht verunsichert und aus der Bahn geworfen werden. Kritisches Hinterfragen von veröffentlichten Posts ist eher selten. Einfacher ist es, anonym der Masse zu folgen und noch mehr die Hassrede zu schüren. Oft fehlt aber auch einfach das Wissen darüber, die man adäquat mit solchen Phänomen umgehen kann.

Mehr Social Media Kompetenz für Jugendliche

Die gesellschaftlichen Regeln von Respekt und einem gemeinsamen Miteinander geraten schnell in den Hintergrund, wenn man auf Plattformen -scheinbar anonym- posten kann. Umso wichtiger ist es, den Jugendlichen so früh wie möglich die Augen zu öffnen. Und wie? Der effektivste Weg ist es, die Jugendlichen so zu schulen, dass sie in der virtuellen Welt ebenso verantwortungsvoll agieren wie im täglichen Umgang miteinander – Stichwort Medienkompetenz.

Prävention durch kostenlose Workshops mit Jugendlichen

Wie kann man diesen Gefahren entgegenwirken? Eine Möglichkeit bietet das Grimme-Institut im Rahmen des BRICkS-Projekts. Dort werden zwischen Januar und Mai 2016 kostenlose Workshops für Schulen und Jugendorganisationen angeboten.

… und wie läuft das genau ab?

  • Geschulte Medienpädagogen und Social Media-Experten wie zum Beispiel die Mitarbeiter der Business Academy Ruhr entwickeln mit den Jugendlichen in Workshops Möglichkeiten des Umgangs mit Hatespeech und setzen diese im Rahmen eines Film oder Fotoprojekts kreativ um.
  • Der BRICkS-Workshop hat einen Umfang von neun Stunden. Diese können an einem Stück, aber auch in einzelnen kleinen Workshops umgesetzt werden.
  • Angesprochen werden sollen Jugendliche aller Schulformen. Neben Schulen sind auch Workshops an Jugendeinrichtungen möglich.
  • Den Schulen und Jugendorganisationen entstehen keine Kosten, diese trägt das Projekt.

Nicht nur Schulklassen können mitmachen, sondern auch Einrichtungen der Jugendarbeit.

Ja, ich möchte an BRICks teilnehmen und einen Workshop buchen. Was muss ich tun?

Am besten einfach meldet man sich beim Grimme-Institut:

Grimme-Institut GmbH
Eduard-Weitsch-Weg 25
45768 Marl
Mail: germany@bricksproject.eu
Tel.: 02365-918945

Weitere Informationen über das europaweite Projekt:

germany@bricksproject.eu
www.grimme-institut.de
www.bricks-project.eu

 

 

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