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8 Tipps für eine erfolgreiche Kampagne mit Facebook Ads.

Mehr als 1,4 Milliarden Menschen verwenden Facebook. Eine ideale Plattform, Produkte und Dienstleistungen an den Kunden zu bringen. Was aber kann man tun, wenn die Reichweiten der eigenen Posts sinken? Facebook Ads sind die Lösung. Schon ab 1 Euro bietet Facebook für jedes Business die richtigen Werbeformate an.

Wie setze ich Werbeanzeigen richtig ein, damit diese auch eine Vielzahl von Nutzern erreichen? Einfach drauflos Werbung schalten kann jeder. Wirkung zeigen nur die, die mit Köpfchen geschaltet werden. Denn Geld will ja ungern verschwendet werden!

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Über 700 Millionen Menschen rufen Facebook täglich per Smartphone oder Tablet auf. Geschickt werden die Facebook-Werbeanzeigen gemeinsam mit Neuigkeiten von ihren Freunden und Familienmitgliedern verwoben. Facebook-Werbeanzeigen integrieren sich dabei in den Informationsfluss. Allein deshalb sind Facebook Ads für Unternehmen eine sehr interessante Möglichkeit, eine auf die Zielgruppe abgestimmte Werbung zu schalten und so die eigenen Produkte, Dienstleistungen und Angebote einer breiteren Masse bekannt zu machen.

Was sind Facebook Ads?

Es gibt verschiedene Arten von Facebook Ads. Mithilfe von Standard Ads beispielsweise können Facebook-Seiten/Orte, Anwendungen, Veranstaltungen aber auch Webseiten promoted werden. Sie sind die am meist genutzten Ads. Zudem gibt es noch andere Arten wie die „Page Post Ads“, mit welchen man nur einzelne Inhalte der Fanpage bewerben kann oder die sogenannten „Story Ads“, bei denen Interaktionen durch Nutzer gefördert werden sollen. Diese können dabei mehrere Formen haben, wie zum Beispiel eine Aufforderung eine Page zu “liken”.

Werbeanzeigen können die Menschen direkt zu Ihrer Website oder zu einer App führen oder eine Aufforderung beinhalten, Kontakt aufzunehmen. Wer erfolgreiches Facebook Marketing betreiben möchte, sollte den Einsatz von Facebook Ads mit in seine Marketing-Strategie einbeziehen.

Im Folgenden finden Sie also 8 Tipps, die Sie unbedingt beachten sollten, wenn Sie eine Werbeanzeige auf Facebook schalten möchten.

1. Die Ziele – definieren Sie präzise

Wollen Sie ein Posting promoten, um die Reichweite zu vergrößern und damit mehr Interaktionen zu erreichen? Oder möchten Sie mehr Interessenten in Ihren Webshop lotsen, um mehr Produkte zu verkaufen? Menschen aus der Umgebung erreichen, damit diese in Ihren Laden kommen? Oder Leute auf eine Veranstaltung einladen?

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Je genauer Sie Ihr Ziel definieren, um so besser wird Ihre Anzeige funktionieren. Das heißt, Sie sollten zum Beispiel nicht nur Ihren Webshop allgemein bewerben, sondern gezielt ein Produkt, das besonders gut zu Ihrer Zielgruppe (siehe Punkt 2) passt. Präsentieren Sie dieses dann auf einer optimierten Landingpage. Wenn Sie Ihr Werbeanzeigen-Ziel (Landingpage) definiert haben, können Sie die Möglichkeiten, die Facebook bietet, erheblich besser nutzen.

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2. Auswahl der Zielgruppe

Die Zielgruppe, der die Werbeanzeige angezeigt werden soll, kann durch verschiedene Merkmale eingegrenzt werden. Wählen kann man hier zwischen Klassikern wie Alter, Geschlecht, Sprache, Standort und Familienstand und sogar sehr detaillierten Informationen zu den Hobbys, Interessen und Verhaltensweisen der User, welche sie in ihren Profilen angegeben haben. Außerdem kann man gezielt Anzeigen für Nutzer schalten, die bereits eine Verbindung zur Ihrer Fanpage haben – oder zu der der Konkurrenz. Möglich sind im Gegensatz zu den Eingrenzungs- auch Ausgrenzungsmöglichkeiten, Beispielsweise kann man wählen, dass die Zielgruppe interessiert an Sport sein soll, nicht aber an Basketball.

Auf diese Weise sind die Werbeanzeigen für die Menschen, die sie sehen, auch wirklich relevant und erzielen echte Resultate. Gibt man verschiedene Merkmale, Interessen oder Verhaltensweisen seiner Zielgruppe an, zeigt Facebook direkt die mögliche Reichweite (siehe Bild) an, die man mit dieser Eingrenzung erreichen könnte. Je nachdem, in welcher Nische man tätig ist, kann hier eine Menge an Budget eingespart, sowie ein günstiger CPC (Kosten-pro-Klick, siehe Punkt 6) erzielt werden.

Mein Tipp: Das wichtigste Eingrenzungskriterium ist vermutlich erstmal “Interessen”, denn hier kann man speziell die Personen herausfiltern, die in der Vergangenheit schon ein Interesse an ähnlichen Produkten bzw. Dienstleistungen bekundet haben.  Hier eine Targeting Infografik, die die Möglichkeiten sehr gut darstellt.

3. Wiedererkennungswert

Weichen Sie nicht zu sehr von der „Cooporate Identity“ (CI) Ihres Unternehmens oder des Designs Ihrer Facebook-Seite ab, damit die Anzeige einen optimalen Wiedererkennungswert besitzt.

4. Die Bilder

Menschen lieben Bilder. Deshalb haben Postings mit Bildern generell eine höhere Interaktionsrate – das heißt, sie werden öfter gelikt, geteilt oder kommentiert. Wählen Sie Bilder, die zu Ihrem Unternehmen, sowie zu der ausgewählten Zielgruppe passen und eine Geschichte erzählen. Ein Facebook Ads Social Media Manageremotionaler Bezug zum Bild mit einer Story, beispielsweise über den steinigen Weg hin zu Ihrem eigenen Unternehmen, wirkt sich immer positiv auf die Interaktionsrate aus. Zudem sollte der Fokus auf der Mitte des Bildes liegen, damit die Leute direkt sehen, worum es geht.

Produzieren Sie Videos? Nutzen Sie diese dann unbedingt. Denn: Videos erreichen grundsätzlich eine noch höhere Interaktionrate als Bilder. Achten Sie hierbei aber unbedingt auf die Länge des Videos. Videos können durchaus eine Länge von 30 Sekunden haben, allerdings sollten dann die ersten Sekunden des Videos den Nutzer einfangen, denn sonst ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser einfach weiterscrollt enorm hoch.

Kurze, knackige Videos, mit bis zu zehn Sekunden Länge und einem ansprechenden Anfang sind also quasi ein Garant für eine hohe Interaktionsrate!

5. Der Text – schreiben Sie kurz, knackig und locker

Ihr Text sollte bei den Nutzern Emotionen wecken und  – noch besser – zur Aktion/zum Kauf/ zur Kontaktaufnahme motivieren.

Bieten Sie Lösungen an. Präsentieren Sie im Text die Vorteile, die die Menschen durch die Nutzung des Produkts erzielen. Einfach nur ein Foto des Produkts reicht nicht. Zeigen Sie beispielsweise nicht einfach ein Bild einer Kochrezepte-App, um Personen davon zu überzeugen, dass sie diese App installieren. Locken Sie mit einem leckeren Gericht, das sie mithilfe Ihrer App zubereiten können.

Posten Sie keine langweiligen Pressemitteilungen oder die ewig kleinen „Wir sind die Helden“-News, sondern veröffentlichen Sie Inhalte, die einen echten Mehrwert für die Fans bieten. Passen Sie ebenfalls Ihre Tonalität dem potentiellen Publikum an. Die Firmenphilosophie sollte bei all dem jedoch nie in Vergessenheit geraten. Vieles gibt es also zu beachten. Deshalb sind erfolgreiche Facebook Ads nichts, was man eben mal so nebenher machen sollte. Es braucht Zeit und vor allem einen Plan.

6.  Die verschiedenen Einstellungen für Ihr Budget kennen

Facebook bietet für die Bezahlung der Facebook Ads verschiedene Möglichkeiten und unterscheidet dabei zwischen zwei Arten der Berechnung, sowie zwei Budgetformen, zwischen denen der Werbetreibende wählen kann.

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Bei der Abrechnungsform CPC (Cost-per-Click oder Kosten pro Klick) bezahlt der Werbetreibende pro Klick, der auf das Werbemittel gemacht wird. Dabei ist es egal, wie oft eine Werbeanzeige im Informationsfluss der Nutzer angezeigt wird. Bei der Abrechnungsform CPM (Cost-per-Mille) bezahlt der Werbetreibende pro tausendste Einblendung der Werbeanzeige, die Anzahl der Klicks sind dabei irrelevant.

Des Weiteren kann zwischen zwei Budgetformen gewählt werden. Zum einen bietet Facebook das sogenannte Tagesbudget an, bei dem ein vom Werbetreibenden ausgewählter Betrag pro Tag maximal ausgegeben werden kann. Zum anderen gibt es das Laufzeitbudget. Hierbei kann man einen beliebigen Betrag während einer vordefinierten Zeit, zum Beispiel 5 Tage, ausgeben. Bei beiden Budgetarten gilt, dass sobald der Betrag aufgebraucht wurde, Facebook die Auslieferung der Anzeige stoppt.

Mein Tipp: Beginnen Sie zunächst mit den „Kosten pro Klick“ (CPC) und halten Sie die Kostenentwicklung und das Budget im Auge. Je mehr Leute die Werbung angezeigt bekommen, desto kostenintensiver ist die Werbung. Auf der anderen Seite steigt mit einer genauen Definition der Zielgruppe auch die Klickrate und somit eine gezielte Ansprache potentieller Kunden.

7. Der finale Check

Schauen Sie noch einmal genau hin, bevor Sie Ihre Werbeanzeige freischalten. Das Vier-Augen-Prinzip, in dem ein Kollege die Anzeige gegen checkt, ist sinnvoll.

8. Behalten Sie Ihre Anzeige stetig im Auge

Ob Klickraten, Interaktion, Sharing, … Werbeanzeigen können ganz einfach im Werbeanzeigenmanager verwaltet werden. Ob Sie Anzeigen aktivieren, deaktivieren oder löschen möchten, speziell den Namen oder die Zielgruppe ändern oder die Kommentare und „Gefällt mir“-Angaben der Werbeanzeige ansehen möchten. Facebook stellt hierfür sogar einen eigenen Hilfebereich zur Verfügung, in dem auch Schritt für Schritt-Anleitungen zu verschiedenen Themen vorhanden sind. Facebook bietet Ihnen auch eine perfekte Übersicht der Kostenkontrolle. So können Sie einstellen, ob Sie beispielsweise nach erreichen eines bestimmten Budgets (z. B. 100€) oder einem abgelaufenen Zeitraum (z. B. wöchentlich, monatlich usw.) eine Übersicht über den Verlauf ihrer Anzeige erhalten möchten. Auf diese Weise gehen Sie sicher, dass Sie nicht den Überblick über Ihre geschalteten Ads verlieren.

Mein Tipp: Es ist sinnvoll die Kampagne erst einmal über zwei Tage oder mit einem zunächst geringen Budget (z. B. 5€) zu testen, bevor man diese über einen längeren Zeitraum laufen lässt.

Fazit

Werbung auf Facebook kann ein interessantes Marketing-Instrument sein, um sich schnell eine Fanbase aufzubauen oder gezielt Produkte zu vermarkten. Es sind dabei jedoch einige Dinge zu beachten, damit die Kampagne nicht die erhoffte Wirkung verfehlt. Nehmen Sie sich also unbedingt Zeit und legen Sie Ihre Ziele und Zielgruppe genau fest. Social Media gewinnt an Bedeutung, auch im Marketing. An dieser Entwicklung kommt kein Unternehmen mehr vorbei. Deshalb sollten sich heutzutage eigentlich alle Unternehmen, egal welcher Größe, mit diesem Thema auseinandersetzen.

Wo findet man mehr Informationen zu Facebook Ads?

Facebook bietet diverse Informationen rund um Ads unter https://www.facebook.com/advertising/. Unter dieser Adresse können auch erste Gehversuche gemacht werden.

Das Thema mobile vs. Desktop-Werbung haben wir in unserem Artikel nicht erwähnt. Denn auch dies kann man für die Eingrenzung der Zielgruppe auswählen. Wenn Ihr mehr über diese Einstellung für Facebook Ads erfahren möchtet, hier der Link: Mobile? So wird Werbung auf Smartphones gebucht und das gibt es zu beachten.

Wenn Sie erfahren möchten, wie man seine Werbeanzeigen vom Smartphone aus verwaltet, lesen Sie hier genaueres: Facebook Ads Manager als App

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Milena Droste ist Betriebswirtin, Social Media Managerin, Online Redakteurin und Online Marketing Managerin. Seit 2014 ist sie Projektmanagerin und Beraterin bei der Business Academy Ruhr. Als Referentin bietet sie zudem Vorträge und Workshops zu den Social Media Networks sowie zur Social Media Strategie an.