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„Kinder für die sozialen Netzwerke sensibilisieren“

„Ich whatsappe und bin ab und zu bei Facebook.“
„YouTube Videos sind toll, besonders die Lochis.“
„Ich poste Bilder, wenn ich draußen spiele. Meine Freunde wissen so, was ich mache.“

 Kinder sind häufig sehr unbedarft im Umgang mit den sozialen Netzwerken. Das erlebte ich wieder einmal live bei meinem Social Media Unterricht für Viertklässler an der kath. Grundschule, Wiesenstraße in Kämpen.

Kein Wunder: Laut einer Studie der BITKOM verbringen 94% der 10 bis 11 Jährigen im Schnitt 22 Minuten pro Tag im Internet. Ab 12 Jahren ist das Smartphone der wichtigste Zugang zum Internet. Doch sind sich die Kinder Jugendlichen der Gefahren und Risiken bewusst?  Stichwort „Cybbermobbing“: Wie kann man sich schützen? Wann fängt man mit der Aufklärung an?

soziale Netzwerke in der Schule

Kurz bevor es losgeht: Alles ist für den Unterricht „Social Media“ vorbereitet. Foto: Business Academy Ruhr

Unterrichtsfach: Facebook,
WhatsApp und YouTube

Die Unsicherheit bei Schülern, Eltern und Lehrer ist groß, auch an der der kath. Grundschule an der Wiesenstraße in Kämpen. Doch statt nur zuzugucken, wurde die Schule aktiv und integrierte erstmals das Thema Social Media in den Unterricht der drei Abschlussklassen. Ein Fall oder besser gesagt ein Auftrag für uns von der Business Academy Ruhr. Für jede vierte Klasse waren zwei Unterrichtsstunden angesetzt.

Um ein bisschen Bewegung in den Unterricht zu bringen, startete ich mit einer spannenden Abfrage: Wer besitzt oder hat Zugang zu Smartphone, PC oder Tablett?  Anschließend ging es um die Frage, wer auf welchen Netzwerken aktiv ist. Die Kinder waren schnell Feuer und Flammen. Endlich einmal ein Unterrichtsthema, das ganz nah am ihrem Leben ist, so mein Eindruck.

Ebenso aufmerksam verfolgten die Kinder meiner kleinen Präsentation. Kaum einer wusste, dass laut AGBs der Social-Media-Unternehmen Jugendliche ein Facebook- und Instagram Account erst ab 13 Jahren einrichten und  WhatsApp erst ab 16 Jahren nutzen dürfen. Bei YouTube liegt die Altersbeschränkung  für das Hochladen von Videos bei 18 Jahren, ansonsten benötigen die Kinder eigentlich eine Einverständniserklärung der Eltern.

 Warum sind soziale Netzwerke beliebt?

„Die Videos sind  lustig.“ „Ich bin immer mit meinen Freunden in Kontakt.“  Das waren nur einige der Antworten. Allein schon, sich bewusst zu machen, warum jeder einzelne sich so gerne im Social Web bewegt, schärft das Bewusstsein der Kinder. Handlungen hinterfragen, darüber sprechen, Alternativen aufzeigen: Im Gespräch entwickelten die Kinder schnell viele Ideen, warum die sozialen Plattformen bei ihrer Generation so beliebt sind.

Schule und soziale Netzwerke

Die Kinder in Kämpen habe eine Computer AG. Social Media lernen Sie von der Business Academy Ruhr!                        Foto: Business Academy Ruhr

So sensibilisiert zeigten die Kinder im Anschluss auch großes Interesse an dem kurzen Film „Gefahren und Risiken Sozialer Medien“. Für mich ist es immer wieder beeindruckend mitzuerleben, wie die Kinder eigentlich sehr klar manche Gefahren benennen konnten. Mobbing in der WhatsApp Gruppe, Bilder von anderen posten usw. Die Kinder sprühten nur so vor Ideen. Langeweile beim Unterricht? Geht es um das Thema Internet: Fehlanzeige!

FAZIT

Der verantwortungsvolle Umgang mit den sozialen Medien will gelernt sein. Am besten, so meine Erfahrung, ist es, die Kinder wie hier an der Grundschule in Kämpen so früh wie möglich für das Thema zu sensibilisieren. Oftmals ist ihnen nicht bewusst, welche Gefahren sich hinter einem Post oder einer blöden Bemerkung auf WhatsApp verbergen. Oder das ein Bild einmal hochgeladen, selten wieder aus dem Netz verschwindet.

Die Viertklässler aus Kämpen waren begeistert vom Unterricht. Die meisten hatten noch kein Smartphone. Erfahrungsgemäß erhalten sie es erst, wenn sie in die 5. Klasse kommen. Aber wenn sie bald ihr erstes Handy in der Hand halten, bin ich mir sicher, dass sie mit ihren Handys bewusster umgehen werden.  Denn sie wissen vorauf es ankommt.

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  • Dr. Marie Huchthausen arbeitet seit knapp 15 Jahren in den Bereichen Erwachsenenbildung, Hochschulen und Forschung.
  • Die renommierte Wissenschaftlerin und Trainerin entwickelt für die Business Academy Ruhr innovative eLearning Konzepte unter anderem für die Weiterbildung Social Media Manager (IHK).
  • Schwerpunkte ihrer Arbeit sind: eLearning, Didaktik, Online-Beratung, Coaching und Qualitätsmanagement.