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„Geiler Content“ und die Kraft der visuellen Inhalte

Mirko Lange fragt in seiner Blogparade „Geiler Content, aber wie geht das?“ und über 50 Blogger antworten. Beeindruckend. Und sehr lesenswert. Eben „geiler Content“ produziert von engagierten Bloggern. Doch ein Film auf YouTube, Vine oder Instagram? Eine Infografik? Emotionale Bilder oder Kollagen?Content Marketing

Diese Add-Ons in den durchweg gelungenen und „geilen“ Beiträgen fehlen. Meiner Meinung ist es deshalb kein Wunder, dass die Blogparade mit einem doch sehr reißerischen Titel zwar Aufmerksamkeit bekommt, aber der Hype leider in der mir liebgewonnenen Bloggerszene verebbt. Ohne visuellen Content also nix los?

Mit dem Buzz-Spruch „Content ist King“ läuteten Marketing- und Social Media Experten zum Jahreswechsel den Trend für das Jahr 2014 ein. Gefunden und von den Kunden wahrgenommen im Netz werde nur derjenige, dessen Inhalte vielfältig, einzigartig eben „geil“ sind. Das halbe Jahr ist vorbei und ich finde, man sollte die Aussage erweitern: „VISUELLER Content ist King“. Warum? Ist das geschriebene Wort nichts mehr Wert? Doch, aber die Kraft der Social Media Kanäle nimmt rasant zu.

„The Power of Visual Content for Marketers“

Visueller Content sei der „Break-out“ Trend des Jahres, sagt Harsh Ajmera, Social Media- und Technik-Experte der Business 2 Community. In diesen „busy“-Zeiten, in denen die Menschen nur Inhalte lesen, wenn es für wirklich interessiert und nutzbringend ist, können Marketing-Verantwortliche nur noch mehr Aufmerksamkeit generieren, indem Sie auf visuelle Inhalte setzen.

 

Seine Begründung: Die Zahl der visuellen Kanäle im Netz wachsen ebenso schnell, wie deren Nutzer. Aber auch Posts auf anderen sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Google+ werden durch visuelle Eyecatcher attraktiver und erzielen bessere Reichweiten und Interaktionsraten. Die Unternehmen müssen um Erfolg zu haben bereit sein, ihre Marketinginstrumente gut zu mischen, so sein Credo. Sein Schlussfolgerung: Durch den „kometenhaften“ Aufstieg sei es jetzt an der Zeit, die visuellen Inhalte als einen wichtigen Bestandteil in die Social Media Strategie zu integrieren. Dieses Fazit kann ich nur unterschreiben.

Geiler Content – nur mit visuellen Anreizen?

Nein, dass glaube ich nicht. Gehen wir doch einen Moment in den „Offline-Modus“. Schon immer hat es Bildbände zu Ausstellungen gegeben, in denen die Hintergründe der Kunstwerke beleuchtet bzw. die geschichtliche Einbettung vorgenommen wurde. Weiteres Indiz: Auch heute sind die Bücher der Kino-Blog Buster noch wochenlang Beststeller. Außerdem: Der Buchmarkt wächst. Der Börsenverein titelt Anfang Juni 2014 provokant „Offline gräbt Online das Wasser ab“ und verzeichnet erstmals seit zwei Jahren wieder leichte Zuwächse. Im Printbereich sind des Sparten-Zeitschriften wie „Schöne Landlust“ und die „Apothekenumschau“, die sich erfolgreich im Markt positionieren.

Starke Bilder für junge Nutzer

Aber die Zeiten in denen Beiträge, Artikel auf Webseiten oder Post in sozialen Netzwerken ohne einen visuellen Anreiz auskommen sind vorbei. Für Unternehmen, die Multi-Channel-Marketing betreiben, liegt die Zukunft im ausgewogenen Mix. Das heißt, je Zielgruppen, Produkt usw. muss innerhalb der Strategie der Fokus auf visuelle Reize gelegt werden. Michael Bartsch, Leiter der Redaktion heute.de ZDF begründet das neue Instagram-Engagement des ZDF in einer Pressemeldung vom 10. Juni 2014 so: „Instagram ist für das ZDF eine ideale Plattform, weil sie auf starke Bilder und Videos setzt. (…) Instagram werde ausschließlich mobil genutzt – und sei somit ein wichtiger Baustein neben der ZDFheute-App, um junge Nutzer zu erreichen.“

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Irene Mechsner ist Kommunikationswissenschaftlerin M.A. und arbeitet als Redaktionsassistentin in einem Verlag. Darüber hinaus interessierte sie sich für das digitale Business – insbesondere für das Online Marketing. Mit Herzblut unterstützt sie das Business-Academy-Ruhr-Team beim Unternehmensblog.