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Blogparade „Arbeitsplatz der Zukunft“ – Mobiler Arbeitsplatz: Für mich das Beste!

Anlässlich der CeBIT 2014 ruft das Cebit Blog zu einer Blogparade unter dem Titel “Arbeitsplatz der Zukunft”, Stichwort Home Office auf. Mein erster Gedanke: Es geht um die Zukunft, liegt es da nicht nah, junge Erwachsene zu fragen. Diese Digital Natives sind mit allen technischen Wundern aufgewachsen. Home Office mit mobilen Lösungen und Enterprise 2.0-Anwendungen? Rein vom technischen Verständnis her, bestimmt kein Problem. Wie stellen sie sich denn ihren zukünftigen Arbeitsplatz vor?

Das ist nur eine kleine, nicht statistisch relevante Auswahl an Antworten von Menschen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Home Office? Den Begriff benutzten junge Menschen nicht.

Mein mobiler Arbeitsplatz

Blogparade Cebit 2014Freiberuflicher wie ich, arbeiten meistens viel Zuhause. Zwei bis drei Auftraggeber müssen koordiniert, Aufgaben pünktlich erledigt werden: Alles von Zuhause aus oder unterwegs. Meine fast erwachsenen Kinder kennen es nicht anders, als dass Mama einen Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden hat oder beim Warten ihr Smartphone zückt. Doch ein Home Office zieht keiner von ihnen in Betracht.

Kein Wunder, wer erinnert sich nicht an die Zeit, da man das Gefühl hatte, die Welt erobern zu können? Nichtsdestotrotz glaube ich, dass auch die junge Menschen von heute in Zukunft nicht unbedingt mit ausschließlichen Home Office Lösungen zu tun haben, sehr wohl aber mit mobilen Arbeitsplätzen.

Ja!

Auch heute schon benutze ich  zur Beschreibung meiner Tätigkeit statt Home Office lieber den Begriff des mobilen Arbeitsplatzes. Das trifft den Nagel für mich auf den Kopf. Dank Smartphone und Tablet, arbeite ich dann, wenn es notwendig ist und die Zeit dafür ist. Die Vorteile liegen natürlich auf der Hand. Ich bin flexibel und teile mir meine Arbeit selbst ein. Ideal, wenn man eine Familie managen muss.

Nein!

Natürlich birgt ein mobiler Arbeitsplatz auch Nachteile in sich. Durch die Mobilität und ständige Verfügbarkeit läuft man Gefahr, dass die Trennlinie zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt. Das habe ich selbst am eigenen Leib erfahren. Kaum den Sand aus den Augen gewaschen und schon im RSS-Reader die aktuellsten News gescheckt. So sah am Anfang meiner Freiberuflichkeit mein Alltag aus. Ich glaube, genau da liegt eine Gefahr für die mobilen Arbeitsplätze der Zukunft.

Welche mobilen Lösungen nutze ich?

Da ich als Redakteurin eines Blogs für eine Akademie, die Social Media Manager ausbildet, immer auf der Suche nach Content, Trends und Influenzern bin, liebe ich Programme wie Evernote, die es einem ermöglichen gleichzeitig auf dem PC, dem Tablet und dem Smartphone Notizen, Links usw. zu sammeln und zu bearbeiten. Weiteres Plus: Selbst die kostenfreie Lösung bietet viele Möglichkeiten.

Gleiches gilt für Flickr. Für die Verwaltung unserer zahlreichen Fotos von Absolventen, von unseren Web 2.0 Konferenzen „BARsessions„, den Grafiken und Infografiken hat sich Fotoplattform bewährt. Einmal hochgeladen, hat jeder von uns Zugriff. Geht es um Dateien, Präsentationen bietet die Dropbox alles was wir benötigen.

Meine direkte Kommunikation mit den Team der Business Academy Ruhr läuft zu 80% über Mail, 10% Telefon und 10% Meetings. Besonders die Reduzierung der Meetingzeit schätze ich am mobilen Arbeitsplatz besonders. Eine straffe Tagesordnung, gute Vorbereitung und im Nachgang ein Protokoll: Lange Meetings? Fehlanzeige! Zu wenig persönliche Kontakte? Nein, wir nutzen zum Austausch Barcamps, Twittwochs oder BARsession.  Das verknüpft berufliche Weiterbildung und Networking mit persönlichem Austausch.

Menschlichkeit und Vertrauen

Das Home Office bzw. der mobile Arbeitsplatz ist für mich die beste Lösung. Ob es für die Generation meiner Kinder ideal ist? Keine Ahnung! Die Generation der Digital Natives bewegt sich schon jetzt wie selbstverständlich in der digitalen Parallelwelt. Das Smartphone immer griffbereit, ist es für sie in der Zukunft wahrscheinlich nur ein Wimpernschlang zu Aktionen wie E-Mails checken, Business Netzwerke aufrufen oder in der Cloud nachschauen, ob die Kollegen bei dem neuesten Projekt weitergekommen sind.

Flexibilität des Arbeitsplatzes ist sinnvoll. Die technischen Möglichkeiten, die alljährlich für die Arbeitswelt auf der Cebit vorgestellt werden, fantastisch! In meiner Vorstellung eines perfekten Arbeitsplatzes aber zählen weniger die vielen fantastischen Lösungen, die uns die technischen Errungenschaften bieten, sondern eher die Menschlichkeit der Arbeitgeber/Auftraggeber und ihr Vertrauen. Mitarbeiter die sich wohl fühlen, arbeiten besser, egal ob Zuhause oder im Büro. Das wird auch in Zukunft so sein.

 

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Irene Mechsner ist Kommunikationswissenschaftlerin M.A. und arbeitet als Redaktionsassistentin in einem Verlag. In ihrer Freizeit brennt sie für das digitale Business – insbesondere für das Online Marketing. Deshalb unterstützt sie das Business-Academy-Ruhr-Team beim Unternehmensblog und bei der Suchmaschinenoptimierung.