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12 Tipps zum Check der Facebook Seite

Neu auf Facebook oder schon ein alter Hase? Egal! Facebook ist lebendig, ändert sich ständig und verlangt immerwährende Aufmerksamkeit. Routine hilft den Social Media Managern, ihre vielfältigen Aufgaben zu bewältigen. Routine hat aber auch den Nachteil. Wer hinterfragt schon regelmäßig sein eigenes Handeln? Die folgenden Tipps sollen helfen, Denkanstöße zu liefern. Wo sind Schwachpunkte bei meiner Facebook-Seite? Was ist toll? Was fehlt komplett?

1. Unprofessioneller Auftritt

Ist das Coverbild ein Eye-Catcher? Entspricht es dem Design der Homepage bzw. des Unternehmensauftritts? Wird die Markenbotschaft sofort klar? Eine Facebook-Seite ist wie eine Visitenkarte. Das Profil sollte vollständig sein, aktuell, inklusive Impressum und ansprechendem Foto. Alles passend zum Gesamtbild des Unternehmens

2. Alle Facebook Möglichkeiten genutzt?

Facebook bietet mehr Funktionen als die Pinnwand. Mithilfe der Tabs können Social Media Manager weitere Informationen platzieren. Teamseite, Veranstaltungen, Videos, Lehrgänge und vieles mehr informieren potentielle Fans über das Angebot des Unternehmens. Ist die Facebook Seite zudem als Ort angelegt, bietet Facebook auch die Möglichkeit der Rezension.

3. „Ich“– „Wir“ oder etwas „Sie?

Bei größeren Unternehmen wirken Posts in der Ich-Form selbstzentriert und erinnern eher nach einem einsamen Ritter. „Wir“ klingt schon viel offener und lässt vermuten, dass ein Team hinter den Aktivitäten steckt. Viele Social Media Profis  Teams kennzeichnen jeden Post und die Identifizierung erfolgt über das Coverbild oder den Info-Tab. Die „Ich“-Form ist nur bei Ein-Personen-Unternehmen sinnvoll. Hier steht eine Person dahinter und wirkt dadurch glaubwürdig. Duzen ist auf Facebook der Normalfall, aber wer weiß, vielleicht ist das „Sie“ für Ihr Unternehmen genau das Richtigen, angesichts steigender Nutzerzahlen der „Silver-Surfer“.

4. Keine langen URL im Beitrag

Kleiner Test: Welche der beiden Posts sind ansprechender?

Facebook Post mit URL    Facebook Post ohne URL

Sobald der Link in dem Post mit Vorschaltbild geladen ist, kann die Original-URL im Text gelöscht werden. Bei Bedarf zwei Schlüsselbegriffe mit #Hashtag dazu und fertig ist der Post.

5. Zu viel Text!

Experten empfehlen 100 bis 250 Zeichen, also ein bis zwei Zeilen. Das initiiert die meisten Reaktionen vonseiten der Fans. Emotional ansprechende Bilder und Videos, am besten aus dem Herzen des Unternehmens: „Menscheln“ ist hier das Zauberwort.

6. Wie oft Posten?

Gute Frage. Hier lautet die Devise: Weniger ist mehr! Natürlich hängt es von der Zielgruppe und dem Produkt ab. Doch nicht die Zahl der Post ist wichtig (wobei einmal am Tag gut wäre), sondern die Qualität und die Relevanz. Wenn genau die Information gepostet wird, die die Zielgruppe braucht, interessiert oder gefällt, kann nichts schiefgehen. Ein Tipp: Nicht zu schnell hintereinander. Man sagt ein: Normalerweise „lebt“ ein Post  in den Sozialen Netzwerken drei Stunden. Am besten diese Zeit abwarten und dann erst wieder neu aktiv werden.

7. Korrekte Rechtschreibung

Wie oben schon erwähnt ist die Facebook-Seite ist das Aushängeschild des Unternehmens. Entsprechend wichtig ist die korrekte Schreibweise. Immerhin sind alle Posts bei Bedarf immer wieder abrufbar. Manche alteingesessenen Unternehmen nutzen sogar die Funktionen und stellen eindrucksvoll ihre Firmengeschichte auf Facebook dar.

8. Shitstorm-Strategie

Wie geht man mit Beschwerden um? Ignoriere, löschen oder reagieren? Gibt es einen Plan zur Krisenkommunikation? Im Vorfeld sollten die Verantwortlichen die Vorgehensweise klären, damit schnell, umsichtig und im Sinne der Unternehmensphilosophie gehandelt werden kann.

9. Only „Likes“, no „Interaction“?

Ausschließlich auf die  „Likes“ zu schauen ist nicht zielführend. Likes sind der erste Schritt, wichtige Zielgruppe zu bekommen. Die Interaktion gewinnt bei Facebook mehr und mehr an Bedeutung. Für den Erfolg seiner Posts bietet die Seitenstatistik, die Facebook für Unternehmensseiten zur Verfügung stellt, erste Hinweise. (z. B. „Gefällt mir“-Angaben, Reichweiten, Besuche, Beiträge, Nutzer) Welche Beiträge wurden häufiger kommentiert? Gibt es eine thematische oder inhaltliche Übereinstimmung der erfolgreichsten Posts?

10. Fans Fragen stellen

Eine Frage am Ende kann ebenfalls helfen, die Fans zu einem Kommentar zu aktivieren. Achtung: Keine geschlossenen Fragen, bei denen man mit „JA“ oder „Nein“ antworten muss. Die animieren nicht zum Kommentieren. Vielleicht auch einmal ein kontroverses Thema aufgreifen.

11. Gewinnspiel –  Mit oder ohne App?

Seit dem Facebook die Gewinnspielrichtlinien geändert hat schwanken die Experten, welches Mittel zu nehmen das richtige ist. Aber egal, für welche Variante man sich entscheidet, Gewinnspiele sind ein erfolgreiches Mittel, die Zahl der Fans zu steigern. Trotz der Lockerungen gibt es dennoch bei dem Facebook Gewinnspiel rechtlich einiges zu beachten.

12. Social Media Strategie

Natürlich ist Facebook die wichtigste Social Media Plattform. Dennoch sollte das Engagement nicht losgelöst von der Gesamtmarketingstrategie gesehen werden. Im Rahmen unsere Social Media Manager (IHK) Weiterbildung spielt die Erstellung deshalb auch mit die wichtigste Rolle. Erst im Zusammenspiel mit allen anderen Kommunikationsmedien, Online Marketing Aktivitäten und der Unternehmenskultur kann eine Facebook Seite nachhaltig Erfolg haben.

 

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Irene Mechsner ist Kommunikationswissenschaftlerin M.A. und arbeitet als Redaktionsassistentin in einem Verlag. Darüber hinaus interessierte sie sich für das digitale Business – insbesondere für das Online Marketing. Mit Herzblut unterstützt sie das Business-Academy-Ruhr-Team beim Unternehmensblog.